von Elke Kusche, Seminarlehrerin für das Hauptfach Sozialpädagogik

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Dem Trend zur Modularisierung kann sich auch die Lehrerbildung nicht entziehen. Die Ausbildung während des 1. Referendarsjahres sieht neben Pflichtmodulen am Studienseminar 10 eintägige Wahlpflichtmodule vor. Es handelt sich hier um geschlossene fachliche Einheiten, die sich über mindestens einen Tag erstrecken. In den Wahlpflichtmodulen, die die Referendare selbst wählen können, werden von den Modulanbietern didaktisch aufbereitete Fachinhalte bearbeitet. Es soll den individuellen Bedürfnissen der Studienreferendare und den immer komplexer werdenden Anforderungen des Alltags als Lehrer an beruflichen Schulen gerecht werden. Jeder Referendar konnte aus einem großen Spektrum, das sich über die ganze Oberpfalz und Niederbayern erstreckte, 10 Wahlpflichtmodule auswählen. Die Angebotspalette reichte von „Keine Angst vor Power Point und Excel“ über „Zeitmanagement und Organisation“ bis hin zur „Evaluation und Weiterentwicklung von Unterricht“.

In Neustadt am Berufsbildungszentrum wurden im laufenden Schuljahr 2008/09 insgesamt acht Wahlpflichtmodule angeboten. Als Modulanbieter fungierten Elke Kusche und Roland Kusche. Das Spektrum reichte von der Erlebnispädagogik, Teamentwicklung im Klassenzimmer bis hin zum effizienten und nachhaltigen Lernen im Unterricht. Die Trainingsraummethode wurde ebenso vorgestellt, wie Präsentations- und Kommunikationstechniken. Insgesamt wurden am BBZ in Neustadt 114 (!) Referendare aus den Fachrichtungen Sozialpädagogik, Bau-, Elektro- und Metalltechnik fortgebildet. Viele Referendare kamen auch aus dem Wirtschaftsbereich. Diese “bunte Mischung“ erwies sich als sehr interessant und zeigte sich in lebhaften und gewinnbringenden Modultagen.

Neben diesen Neuerungen kam die erfreuliche Anstellungssituation hinzu. Noch nie gab es so viele Planstellen für das Lehramt an beruflichen Schulen mit Hauptfach Sozialpädagogik , wie für das Schuljahr 2008/2009. V.a. im Bereich Fach- und Berufsoberschulen waren viele Planstellen im gesamten bayerischen Raum für Sozialpädagogen ausgeschrieben, was der Seminararbeit natürlich einen sehr erfreulichen Beigeschmack vermittelt. Bleibt zu hoffen, dass diese Anstellungssituation auch für die künftigen Referendare gilt.

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