Von: Sebastian Opis


Am 30.09.2009 um 19.30 Uhr war es soweit. Gut zwei Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres fanden sich die neuen Referendare

 (von links: Heike Kerner, Sebastian Opis, Simon Hell, Agnes Bergs, Verena Rodler und Simone Schaptke) gemeinsam mit ihrer Seminarlehrerin StDin Elke Kusche im Neue-Welt-Kino in Weiden ein. Mit dem dort gezeigten Film „Vier Minuten“ aus dem Jahre 2006, der schon einige Festivalpreise gewann, wagte sich Regisseur und Filmproduzent Chris Kraus an ein brisantes und zugleich hoch emotionales Thema heran. Die 21-jährige Jenny, gespielt von Hannah Herzsprung, ein einst Klavier spielendes Wunderkind, sitzt eine mehrjährige Haftstrafe im Frauengefängnis ab. Selbst der im langjährigen Umgang mit schwierigen Häftlingen erfahrenen 80-Jährigen Klavierlehrerin Traude Krüger, gelingt es zunächst nicht, Zugang zu der hochgradig aggressiven, aufsässigen jungen Frau zu gewinnen. Am Ende lässt sich die Rebellin doch auf die Zusammenarbeit mit ihrer Mentorin ein und schafft es letztendlich sogar an einem Musikwettbewerb teilzunehmen. Für den facettenreichen Film, der mehrere Nebenstränge kunstvoll verbindet, hat der Regisseur einige deutsche Schauspielgrößen verpflichtet. Neben der erst kürzlich verstorbenen Monica Bleibtreu, die die alternde Klavierlehrerin eindrucksvoll verkörpert, sind  weitere Talente, wie Nadja Uhl und Richy Müller mit von der Partie.

Der Film zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise die raue Welt im Gefängnisalltag und gleichzeitig die Chancenlosigkeit, einer verurteilten, aber talentierten Musikerin der eine zweite Chance gegeben wird.

 An der anschließenden Diskussion konnten sich die Kino-Besucher und Referenten, u.a. Klaus Hirn, der als Pfarrei-, Gefängnis-, und Studentenpastoral tätig ist, über die Brisanz und Emotionalität des Filmes austauschen.

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